Der Neubau des elektronischen Stellwerkes für die Bahnhöfe Altenbeken, Langeland und Himmighausen

 

Wie an anderer Stelle bereits erwähnt, plant die DB AG für die Bahnhöfe Altenbeken, Langeland und Himmighausen den Neubau eines elektronischen Stellwerkes. Im Hauptbahnhof Hamm (Westf.) wird hierzu eine Elektronische Stellwerkszentrale errichtet, an der in der ersten Baustufe diese drei Bahnhöfe angeschlossen werden. Weichen und Signale werden dann künftig aus dieser Zentrale heraus gesteuert.

Am 20. Februar 2017 begannen hierzu im Bahnhof Himmighausen und angrenzenden Streckenabschnitten die Kabeltiefbauarbeiten.

Im weiteren Verlauf werden in den Bahnhöfen sogen. ESTW-Außeneinheiten errichtet. Zwei Bahnübergänge sollen umgebaut uind vier weitere müssen signaltechnisch angepasst werden. Sechs Weichen sollen zurückgebaut werden, aber auch drei neue Weichen werden montiert.

Erneuert werden 108 Signale, elf Signalausleger und eine Signalbrücke werden ebenfalls neu errichtet.*  Der Streckenabschnitt von Bergheim ab bis Langeland erhält dann auch Gleiswechselbetrieb. Bisher wurden Züge bei Bedarf. im SFB gefahren.

* Nachtrag am 31.12.2018: Verwirklicht sind allein in Himmighausen vier Signalbrücken.

 

In diesem Zusammenhang ist es interessant, dass schon die damalige Bundesbahn anfangs der 90er Jahre in Altenbeken ein örtliches ESTW plante, welches auch Langeland und Himmighausen mitsteuern sollte. Vorgesehen war ein Neubau auf einem Grundstück am Schwarzen Weg, das heute privat bebaut ist. Jedoch zwei Wochen vor Baubeginn stellte die Bundesbahn alle Planungen und Vorbereitungen hierzu ein. Bereits verlegte Kabel liegen noch heute unbenutzt in den Kanälen und werden wohl zusammen mit den Rückbauarbeiten der Altanlagen nach Inbetriebnahme des neuen ESTW entfernt werden.

 

Das übliche Baustellenschild in Altenbeken.

Bilder vom 2.Januar 2019

 

       

Das neu errichtete Ausfahrsignal am Gleis 1 wurde nach rund 30 Jahren wieder in der neuen Technik installiert. Bis 1989 gab es das schon einmal als nicht stellbares Formsignal für den SFB nach Langeland. Rechts daneben ein Bild vom neuen

"Signalwald" an der westlichen Ausfahrt nach Langeland. Die alten Lichtsignale werden nach ihrer Außerbetriebsetzung sofort demontiert.

           

Vorsignalwiederholer mit Signalbrücke über Gleis 3 und 4                                       Signalbrücke Gleis 3 und 4 von unten betrachtet. Im jeweiligen Signalkorb befindet sich der

                                                                                                                           Wiederholer und jeweils ein Zusatzsignal, offensichtlich der Gleiswechsel- oder Geschwindigkeitsanzeiger.

 

In Himmighausen wurden allein in diesem Bereich vier Signalbrücken errichtet. Wegen der umfangreichen neuen Signaltechnik wurde dies erforderlich, kann doch künftig zwischen Altenbeken und Himmighausen und auch in den Bahnhöfen jedes Gleis in jeder Richtung befahren werden. Bei der Planung und Bau der Anlagen  von 1989 hat man noch an allen Ecken und Kanten gespart, auf Vorsignalwiederholer wurde z. B. weitgehend verzichtet, was zu mehreren Beinaheunfällen geführt hat. Ebenso wurden jetzt Kombinationssignale installiert. Hierbei sind Haupt- und Vorsignale auf einem Schirm vereint. Neben der Vereinfachung der Signalbilder, es fallen hierbei einige Signallichter wie z.B. das zweite rote Licht an Ausfahrsignalen weg, denn das Hp 00 gibt es nicht mehr, sieht der Triebfahrzeugführer auch den Zustand des nächsten Signals, sofern am ersteren ein Fahrtbegriff angezeigt wird. Im Bauverlauf leuchten die neuen Signale dann irgendwann auf. Damit dies aber die Lokführer nicht irritiert, sind die Signaloptiken so abgeklebt, dass nach aussen hin nichts zu sehen ist. Erst bei der Inbetriebnahme wird diese Abdeckung dann entfernt, die Indusimagneten angeschlossen, die Weichenmotoren umgeklemmt. Wegen des Umfangs der Gesamtanlage wird dies wohl abschnittsweise an mehreren Tagen geschehen.

 

 

               

Standort der neuen Einfahrsignale 37A und 37AA aus Ri Bergheim, im Hintergrund die bisherigen Einfahrsignale A und X

 

 

  

 

 

 

 

                

Das bisherige Einfahrsignal X für die Einfahrt vom linken Gleis wird durch                                                            Sechs solcher Durchbohrungen unter den Gleisen sind von Himmighausen ab bis zur Einfahrt

ein normales hohes Signal ersetzt, da mit dem neuen Stw.  Gleiswechselbetrieb eingerichtet wird                            in den Rehbergtunnel erforderlich.

 

   

Für den neuen Standort des Ausfahrsignales 37P3 musste der alte Bahnsteig B auf etwa 15 m

abgerissen werden.

 

    

 

  

Die neuen Signale wurden bereits per LKW angeliefert. Sie wurden im Werk bereits fertig verschaltet und verkabelt und warten nun im Baulager auf ihren Einbau. Hier die Signale für Himmighausen und Zulaufstrecken.

 

Das Signallager zwischen Neuenbeken und Benhausen mit zwei Blocksignalen und ein Ausfahrsignal.

 Neue Signale:

 

       

 Einfahrsignalgruppe G Langeland  mit dem neuen ESignal am linken Gleis                                                              Ausfahrsignalgruppe P Langeland                                                          Ausfahrsignalgruppe P Langeland aus anderer Sicht

für den Gleiswechselbetrieb * zw. Himmighsn u. Langeland.                                                         Hier fehlen noch die neuen Signale für die Gleise 3 und 4, ganz neu ist das Ausfahrsignal aus Gleis 1 nach Altenbeken, das hat es bisher nicht gegeben.

 

*Eine Erläuterung für Nichteisenbahner: Bei Gleiswechselbetrieb, kurz GWB genannt, können Züge signalmäßig jedes Gleis in jeder Richtung befahren. Diese Einrichtung erleichtert die Durchführung des Betriebes bei Störungen und Bauarbeiten enorm

und kann bei starkem Zugverkehr den Betrieb flüssig halten.

 

Die Eisenbahn hat mit dem Aufstellen der neuen Signale begonnen. Diese werden zunächst auf ihrem Sockel montiert und im weiteren Verlauf elektrisch verschaltet. Sie zeigen dann bereits auch entsprechende Signalbilder. Weil ein Signal, das einmal

installiert ist, auch gültig ist, sind die Optiken im Herstellerwerk schwarz verklebt worden, damit kein Lokführer irritiert wird. Zusätzlich heben die eingehängten weißen Kreuze die Gültigkeit der neuen Signale auf. Beides wird erst bei der endgültigen 

Inbetriebnahme der ganzen Anlage entfernt.

Diese alten Formsignale stammen noch von der Inbetriebnahme des derzeitigen

Stellwerkes in Langeland im Jahr 1937 und werden abgebaut.

 

Bilder aus Altenbeken

                        

                                       Neue Ausfahrsignale Richtung Langeland                                                                       Neue Signale am Gleis 1

 

                                           

                                                                                                   

                                                                            

 

                        Neubau für die ESTW Außeneinheit                                                                                               Zwischensignal am Gleis 1 in Altenbeken    

   

                               

 

 

Unter folgendem Link finden Sie weitere Infos der DB AG:    zu Max Maulwurf

 

 

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