Die benachbarten Betriebsstellen

 

                                              Die Zugfolgestellen

Blockstelle Erpentrup

Die Blockstelle Erpentrup

                    

                    Die Blockstelle Erpentrup im Jahre 1978                                                                            Die Blockstelle Erpentrup Innenanlagen

Wegen der dichteren Zugfolge war zwischen Himmighausen und Langeland die Blockstelle Erpentrup eingerichtet. Diese Blockstelle ermöglichte die Abfahrt eines Zuges von Himmighausen nach Langeland schon, nachdem der vorausfahrende Zug die BK passiert hatte.                                                                                                                                                        .

Da aber nachts auf der Lipper Bahn Betriebsruhe war, ebenso am Wochenende der Güterverkehr weitgehend ruhte, wurde 1973, nachdem auch eine vom Blockwärter bediente Schranke aufgehoben werden konnte, eine Nachtruheschaltung eingebaut. Dadurch konnte die Blockstelle nachts und auch an Wochenenden außer Betrieb gesetzt werden.

Zur nächtlichen Außerbetriebsetzung wurden die Blocksignale in die Fahrtstellung gebracht und verschlossen. Mit dem freiwerdenden Schlüssel konnten dann die Blockleitungen zwischen Himmighausen und Langeland durchgeschaltet werden, so daß z. B. der Vorblock eines von Himmighausen nach Langeland fahrenden Zuges anstelle Erpentrup im Stw Lo in Langeland einging.

                                                 

 

 

 

 

          Blockwerk BK Erpentrup

 

Haltestelle Sandebeck

Auf der Strecke nach Leopoldstal richtete man am Haltepunkt Sandebeck eine Blockstelle ein, so daß dieser zur Haltestelle umfunktioniert wurde. Zum Aufgabenbereich des Blockwärters gehörte dann auch der Fahrkartenverkauf. Die Blockstelle wurde in den sechziger Jahren (1964?) ersatzlos aufgehoben und wieder in einen Haltepunkt umgewandelt. Einige weitere Jahre bis zum Abriß des Empfangsgebäudes übernahm den Fahrkartenverkauf ein Bahnagent. 

                                                             

                                                           Die Haltestelle Sandebeck                                                             Haltestelle Sandebeck ca. 1910

 Die Zugmeldestellen

Bahnhof Langeland

Dem Bahnhof Himmighausen in westlicher Richtung benachbart ist der Bahnhof Langeland. Er ist ebenfalls ein Trennungsbahnhof; hier verzweigen sich im Ostkopf die Strecken in Richtung Hannover und nach Holzminden. Der Bahnhof entstand mit dem Bau der Strecke nach Hannover als reiner Betriebsbahnhof ohne Personenverkehrsanlagen. Im Verlaufe der Jahre erfuhr er mehrfach Erweiterungen, zuletzt im Jahre 1924. Durch den Einbau zusätzlicher Weichen und Signale wurde die bisherige Blockstelle Bembüren der Altenbeken-Holzmindener Eisenbahn in ein Wärterstellwerk des Bahnhofs Langeland umgebaut. Dieses Stellwerk ist noch heute mit der Bezeichnung "Langeland-Ost" in Betrieb.  

                                                                                           

                                                                                                                                                        Das Fahrdienstleiterstellwerk Lwf in Langeland 

Am 2. September 1937 wurde das jetzige Fahrdienstleiterstellwerk in Betrieb genommen. Ersetzt wurde das bisher zwischen den Gleisen 1 und 5 stehende Kurbelstellwerk aus der Jahrhundertwende. 

Im Jahre 1950 erhielt der Bahnhof Langeland Anlagen für den Personenverkehr. Besonders nach Inbetriebnahme der Altenbekener Kurve wurde Langeland zum Umsteigebahnhof, da einige Fernzüge den Altenbekener Bahnhof seitdem nicht mehr direkt anfuhren, wie etwa die Schnellzugpaare Hamburg - Basel/Stuttgart. Für die Richtungen Ottbergen und Paderborn wurde somit Langeland Umsteigestation. Leider ging auch an Langeland der Verkehrsrückgang nicht spurlos vorbei. Immer mehr Zughalte wurden Ende der 60er Jahre gestrichen, bis das diese Episode ab Sommerfahrplan 1974 Geschichte wurde. Die Bahnsteige und alle übrigen Verkehrsanlagen wurden zurückgebaut. Im Jahre 1990 wurde im Himmighäuser Kopf eine Weichenverbindung ausgebaut. Ansonsten ist der Bahnhof bisher ohne größere Rückbaumaßnahmen geblieben. Geplant ist aber seit über zehn Jahren der Rückbau eines Gleises, entweder Gleis 3 oder Gleis 5. Diese Maßnahme ist zunächst im Zuge der Deutschen Einheit verschoben worden, man hatte auf eine starke Zunahme des Ost-West-Verkehrs auf der Driburger Strecke gehofft. 

         

                                                                                                           Im Stellwerk Lwf in Langeland 

Im Juli 2002 wurden nun das Gleis 5, sowie die Weichen 20 und 21 vollständig erneuert und diese auf elektrischen Antrieb umgestellt. Somit dürfte sich die Stillegung und der Rückbau von Gleis 5 erst mal erledigt haben.

Im November 2008 wurden auf der Strecke Langeland - Ottbergen und weiter alle Stellwerke außer Betrieb genommen und durch ein modernes elektronisches Stellwerk in Göttingen ersetzt. Dieses Stellwerk steuert nun den gesamten Betrieb zwischen Langeland - Ottbergen - Bodenfelde - Göttingen, sowie Bodenfelde - Northeim und auch zwischen Ottbergen und Kreiensen. Im Zuge dieser Maßnahme  erhielt der Bahnhof Langeland  für den Driburger Kopf eine Gleisfreimeldeanlage. 

            

Wärterstellwerk Lo in Langeland          Block und Hebelwerk Stellwerk Lo                                         Alter Bahnsteig am Gleis 4 in Langeland

                               

        Die Bahnhofswirtschaft in Langeland 1906                                                                                           Übersichtsplan Bahnhof Langeland

Der Bahnhof Bergheim

Der Bahnhof Bergheim ist heute eine vom Fahrdienstleiter Steinheim ferngestellte Zugmeldestelle. Ursprünglich ein Durchgangsbahnhof mit einem Überholungsgleis und Ladegleisen, sowie drei mechanischen Stellwerken, ist er heute bis auf eine Weichenverbindung zwischen den beiden verbliebenen Hauptgleisen soweit zurückgebaut, daß er nur noch die Aufgaben einer Überleitstelle erfüllen kann. Eine Ausweichanschlußstelle für das Industriestammgleis im Bergheimer Industriepark bildet die letzte verbliebene Güterverkehrsanlage.* Der Niedergang des Bahnhofes begann Ende der 60er Jahre mit dem Abbau des Überholgleises und der Reduzierung der Stellwerke und Signalanlagen auf ein Hilfsstellwerk, das etwa zehn Jahre bis zur Inbetriebnahme des modernen Zentralstellwerks in Steinheim im Jahre 1980 die Aufgaben der Zugsicherung und nebenbei auch alle Abfertigungsbefugnisse im Personen-, Gepäck/Expressgut- und Güterverkehr wahrnahm. 

*Inzwischen wurde aber auch diese Anlage stillgesetzt und die Zugangsweichen ausgebaut.

                     

                     Das Hilfsstellwerk in Bergheim 1976                                            Ein Bild des alten Empfangsgebäudes Bergheim

(Der Autor dieser Website begann hier 1976 seine Eisenbahnerlaufbahn)

Der Bahnhof Leopoldstal

An der Strecke nach Detmold - Herford gelegen, ist der Bahnhof Leopoldstal die nächste benachbarte Zugmeldestelle. Hier wurden in den achtziger Jahren alle Güterbehandlungsanlagen zurückgebaut, so daß er mit seinen verbliebenen zwei Hauptgleisen nur noch die Aufgabe eines Ausweich- oder Kreuzungsbahnhof an der eingleisigen Strecke erfüllt. Verblieben sind die zwei mechanischen Einheitsstellwerke, das Fahrdienstleiterstellwerk "Lf" und das Wärterstellwerk "Ln", wo jeweils auch noch eine mechanische Schrankenanlage bedient wird. Diese Stellwerke sind 1975 im Zuge der Streckenelektrifizierung erneuert worden und sind somit die jüngsten ihrer Art in der Region.

                    

            Fahrdienstleiterstellwerk Lf mit Innenanlagen in Leopoldstal                                                 Wärterstellwerk Ln mit Innenanlagen in Leopoldstal 

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