Eisenbahnbetriebsunfälle

 Der Betriebsunfall am 23. März 1985 in Altenbeken

Am 23. 3. 1985 fuhren in den frühen Morgenstunden in der Bahnhofsausfahrt in Richtung Kassel im Bf Altenbeken zwei Güterzüge ineinander. Der Lokführer eines Übergabezuges auf Gleis 23 sah das Fahrt zeigende Ausfahrsignal am Nachbargleis 22 als für sich gültig an und setzte seinen Zug in Bewegung. Als die Übergabe dann am für sie haltzeigenden Hauptsignal vorbeifuhr, bekam die Lok eine Zwangsbremsung. Dadurch blieb sie in der Ausfahrweiche stehen.

In dem Augenblick kam ein DG mitg einer 150er bespannt  mit etwa 80 km/h und 1600 t am Haken aus Richtung Paderborn durch Gleis 22 gefahren. Der Lokführer der 150 hatte wegen der langgezogenen Kurve im Ausfahrabschnitt keine weite Sicht und deshalb keine Chance mehr, rechtzeitig seinen Zug abzubremsen und kam bei dem Aufprall auf die Übergabe ums Leben.

Da die Ausfahrsignale in einer langezogenen Kurve stehen, kam es bei der Übergabe, die im Nebengleis stand zu der Signalverwechslung.
 

                                             

 

                                     

                                                                                                                                                                                Der D 683 Rheine/Osnabrück - München umfuhr als Rangierfahrt durch die Kurve die Unfallstelle mit

                                                                                                                                                                                 Dieselvorspann bis Buke, da im gesamten Unfallbereich die Fahrleitung beschädigt und abgeschaltet war

                   Betriebsunfälle in Himmighausen.

Leider blieb auch der Bahnhof Himmighausen nicht von schweren Unfällen mit oder ohne Personenschaden verschont.

Nachfolgend einige Bilder und Zeitungsberichte von den Ereignissen.

 

 

                              

                                            

                       Absturz eines Bauzuges von der Talbrücke in Himmighausen im Jahre 1912                                              Betriebsunfall im westlichen Bahnhofsbereich Himmighausen im Jahre 1938

Am 13. 7. 1922 stürzte bei den Umbauarbeiten an der Talbrücke ein Bauzug mit drei oder vier Wagen in die Tiefe. Die Lokomotive war abgekuppelt gewesen, ist deswegen auf dem Gleis stehengeblieben. Sonst wäre es wahrscheinlich für die Anlieger dort zum Inferno gekommen. Vier Todesopfer und mehrere Schwerverletzte waren die Folge.

 

Am 21. Juni 1938 entgleiste im Bereich Stw Hw eine Dampflok und stürzte um. Näheres ist zu diesem Unfall nicht mehr bekannt.

  wer hat zu diesen beiden Aufnahmen noch weitere Infos ?????    bitte melden !!!!

 

Am 21. 06. 1945 explodierte im Bahnhof Himmighausen ein Kesselwagen, vermutlich mit Benzin beladen. Der Bahnbedienstete Anton Zünkler aus Himmighausen war mit dem Erfassen der Güterwagendaten            

am Zug entlang unterwegs. An seiner Karbidlampe entzündeten sich offensichtlich Benzindämpfe. Anton Zünkler wird Opfer dieses Unglücks und stirbt wenig später an seinen Brandverletzungen. Seine Kollegen Habermann

und Schumacher, ebenfalls aus Himmighausen kommen mit dem Schrecken davon.

 

             

Am 5. 1. 1963 wurde der Bundesbahnmitarbeiter Ferdinand Brakhane aus Himmighausen Opfer seines Berufes.

Beim Schneefegen in den Weichen bei Stellwerk Hw wurde er von einem durchfahrenden Güterzug erfaßt und tödlich verletzt.

                                            

(Ausschnitte der Westfalenzeitung/Neue Westfälische)
Am 13. 10. 1966 morgens 10:13 kam es auf Gleis 3 zu einem Zusammenstoß des Eilzuges 387 von Altenbeken nach Osnabrück mit einer wartenden Lokomotive. Bei rund 60 Km/H Aufprallgeschwindigkeit entgleisten beide Lokomotiven und die Reisezugwagen.

Die Folge: vier Schwerverletzte, drei Leichtverletzte.

Unfallursache: Einfahrt in ein besetztes Gleis, der Stellwerksbedienstete hatte bei der Fahrwegprüfung die in Gleis 3 wartende Lokomotive übersehen und den Fahrweg dorthin freigegeben.


Zusammenstoß des D 2674 Bebra - Bielefeld mit E 2171 von Bielefeld. Der Schnellzug hatte das Halt zeigende Ausfahrsignal P3 überfahren und war auf der EKW 5 mit dem entgegenkommenden Eilzug E 2171 von Bielefeld zusammengestoßen.

 

 

Ein schlimmer Unfall ereignete sich am 4. Dezember 1982 im Bahnhof Himmighausen. Der Eilzug E 2674 aus Altenbeken Richtung Bielefeld sollte planmäßig auf Gleis 3 die Kreuzung mit dem entgegenkommenden Eilzug E 2171 von Bielefeld abwarten. Der Lokführer überfuhr jedoch das für ihn Halt zeigende Ausfahrsignal P3. Beide Züge stießen auf der Weiche 5 frontal zusammen. Die beiden E-Loks verkeilten sich ineinander, die Personenwagen wurden aufeinandergedrückt und teilweise auch aufgerissen. An den Gleisanlagen entstand Schaden an der einfachen Kreuzungsweiche 5 a/b, welche teilerneuert werden mußte.

Drei Schwerverletzte, darunter die beiden Lokführer, sowie 21 Leichtverletzte wurden von den Rettungskräften geborgen und in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Der Sachschaden betrug mehrere Hunderttausend Mark.

Der Unfall führte zu erheblichen Betriebsbehinderungen, da für die Zugfahrten nur noch das Gleis 1, sowie das Ladegleis zur Verfügung stand. Die Züge von und nach Detmold wurden bis zur Räumung und Instandsetzung der Unfallstelle als Rangierfahrt über das Ladegleis 7 gefahren. Hier stand damals noch eine Fahrleitung zur Verfügung.

Am 27. Oktober 2002 fuhr bei einem schweren Orkan ein Nahverkehrszug von Herford nach Paderborn kurz hinter der Ausfahrt bei Grevenhagen in einen umgestürzten, im Gleisbereich liegenden Baum. Dieser hatte die elektrische Fahrleitung verschoben, durch den Zug wurde sie vollends abgerissen. Die Strecke war zwei Tage gesperrt, Personenschäden waren zum Glück nicht zu beklagen.


Am 4. April 2007 geriet auf der Talbrücke Himmighausen eine Güterzuglokomotive durch Batterieschaden in Brand.

Bei beiden letzteren Unfällen war die örtliche Feuerwehr Himmighausen im Einsatz.

 

Krimi im Bahnhof Himmighausen.

Auch eine Straftat ereignete sich u. a. im Bahnhof Himmighausen. Näheres hierzu sagen die beiden nachfolgenden Berichte der Westfalenzeitung und der Neuen Westfälischen:

              

 

 

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